Ein Stück Japan im eigenen Bad

Holz, Naturstein und indirektes Licht prägen den
Waschtischbereich. In der Nische links befindet sich ein minimalistisch
gestalteter Badebereich in der Tradition des Onsen. Die reduzierte Gestaltung
folgt dem japanischen Prinzip, mit wenigen Elementen eine starke räumliche
Wirkung zu erzielen.
Foto: Toto, Studio Ukiyo
In Japan stellt das Bad einen Gegenpol zum Alltag dar. Es
geht darum, sich eine bewusste Pause zu gönnen, die Zeit, die man im Badezimmer
verbringt, wird nicht gefüllt, sie wird geschenkt. Ziel ist es, anzukommen: bei
sich selbst, im eigenen Körper, im Augenblick. Der Tag wird abgeschlossen,
Anspannung darf sich lösen, und die Gedanken kommen zur Ruhe. Dieser Gedanke
prägt das Bad als Raum: ruhig, klar und frei von allem Überflüssigen.
Die japanische Badkultur verbindet bewusste Rituale mit
einer wohltuenden Raumgestaltung. Entschleunigen, zur Ruhe kommen und den
Alltag hinter sich lassen heißt hier die Devise. Flora Immler, Gründerin des
Münchner Studios Ukiyo gilt als Expertin für japanische Raumgestaltung.
Gemeinsam mit dem Sanitärunternehmen Toto hat die ein Badkonzept entwickelt,
das natürliche Materialien, sanftes Licht und modernen Komfort miteinander
vereint. „Ein Badezimmer sollte ein Ort sein, an dem man entschleunigt“, findet
Flora Immler.
Weniger Dinge, mehr Ruhe

Vision eines modernen Japanbades: Natürliche Materialien, sanfte Übergänge und eine
klare Raumstruktur schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und Geborgenheit.
Foto: Toto, Studio Ukiyo
Den Unterschied macht das Zusammenspiel von Materialien,
Licht und Raumaufteilung. Aufgeräumte Flächen geben dem Blick Raum, gut
geplanter Stauraum lässt Alltagsgegenstände verschwinden. Nischen und
Materialwechsel gliedern das Bad, während warmes, dimmbares Licht
unterschiedliche Stimmungen schafft. Dafür braucht es keinen großzügigen
Grundriss. Auch kleine Badezimmer profitieren von wenigen, aufeinander
abgestimmten Materialien und einer klaren Ordnung. „Oft gewinnt ein Bad enorm,
wenn man reduziert und klar priorisiert“, betont die Expertin. Wo Holz oder
Naturstein nicht infrage kommen, können Dekore die gewünschte Raumwirkung unterstützen.
Komfort als bewusstes Element

Inspiriert von der japanischen Badkultur wird die
Badewanne zum Ort der Regeneration. Licht,
Materialien und Sichtachsen schaffen eine enge Verbindung zwischen Innenraum
und Natur.
Foto: Toto, Studio Ukiyo
Im japanischen Bad greifen Gestaltung und Komfort
ineinander. Im warmen Wannenbad lässt sich das unmittelbar erleben: Es lädt
dazu ein, sich Zeit zu nehmen und zur Ruhe zu kommen. Toto unterstützt diese
Form der Entspannung mit Badewannen, deren Form und Technik auf eine entspannte
Körperhaltung abgestimmt sind. Ein weiterer Bestandteil des modernen japanischen
Badezimmers ist das Dusch-WC. Das Washlet von Toto bietet Intimreinigung mit
frischem Wasser und fügt sich mit seiner zurückhaltenden Gestaltung in das
Raumkonzept ein. Für Immler passen Funktion und Form dabei zusammen: „Die
Produkte konzentrieren sich auf das Wesentliche.“ So wird das Japanbad zur
Anregung, das eigene Badezimmer bewusster zu gestalten: mit Platz für tägliche
Routinen und für kleine Auszeiten.
Vier Tipps für das Japanbad
- Ruhe schaffen: Freie Flächen und gut organisierter
Stauraum sorgen für einen aufgeräumten Eindruck.
- Licht abstimmen: Warmweißes, indirektes und dimmbares Licht schafft
eine angenehme Atmosphäre. - Materialien begrenzen: Wenige aufeinander abgestimmte Oberflächen
und Naturtöne geben dem Raum Zusammenhalt. - Japanischen Komfort integrieren: Ein Dusch-WC gehört in Japan selbstverständlich zum Alltag. Mit seiner Intimreinigung mit frischem Wasser bringt es ein Stück japanischer Badkultur ins europäische Badezimmer und steigert so den täglichen Komfort.



