Aufbruch der Badarchitektur

Moderne Bäder bestehen aus klar definierten Zonen: Dusche, WC, Waschbereich. Sie geben den Räumen eine klare Struktur. Dünnwandige, freistehende Trennwände aus leichten Materialien erleichtern die Gestaltung solcher Grundrisse.
Foto: Wedi
In vielen Bädern sind Waschplatz, WC, Dusche und Wanne brav
hintereinander an der Wand aufgereiht, wie an der Schnur gezogen. Das mag funktional
sein und recht bequem zu installieren. Aber es wirkt in der Regel langweilig,
jegliche räumliche Spannung geht verloren. Die Blickachsen verlaufen
eindimensional, Grundrisse wirken wie „Schläuche“ – architektonische Chancen
für Nischen, Rücksprünge oder Zonierungen bleiben ungenutzt.
Mit klassischen Vorwandelementen lassen sich Funktionszonen
wie WC, Waschtisch und Duschbereich vorziehen. So entstehen Versprünge,
halbhohe Wände und Nischen, die dem Badezimmer klare Strukturen geben. Neben verdeckten
Installationsräumen, Ablageflächen und spannenden Wandkanten bieten auch
(indirekte) Lichtinstallationen eine Möglichkeit, den Grundriss neu zu
gliedern. So
entstehen verdeckte Installationsräume, Ablageflächen und spannende Wandkanten,
die Licht inszenieren und den Grundriss gliedern, ohne auf Komfort zu
verzichten.
Insbesondere freistehende Trennwände ohne Deckenbefestigung
bieten Möglichkeiten für eine spannende Raumgestaltung. Das westfälische
Unternehmen Wedi etwa bietet genau solche Trennwände für eine Breite von bis zu
180 Zentimetern – in Leichtbauweise und mit kurzer Installationszeit.
Leicht und schnell verarbeitet

Für noch
mehr Komfort gibt es Trennwände mit integrierten Features. Sie enthalten etwa
bereits fertige Nischen, Fenster oder vormontierte Kalt- und Warmwasserleitungen.
Foto: Wedi
Während schweres
Mauerwerk viel Platz verbraucht, eine lange Trocknungszeiten hat und arbeitsintensiv
ist kommen die dünnen, freistehenden Trennwände mit leichten Materialien und
ohne Deckenbefestigung aus. Während ein klassisches Mauerwerk bis zu 370 kg
wiegt und mehrere Tage Trocknungszeit erfordert, lässt sich eine freistehende Wand
von Wedi, laut Hersteller, in rund einer Stunde errichten – bei nur etwa 30 kg
Gesamtgewicht.
Zwei Bauplatten mit lediglich 8 cm Stärke reichen für eine
freistehende Wand von bis zu 180 cm Breite und 260 cm Höhe. Dabei werden die
Bauplatten bei Bedarf zugeschnitten, mit einem hauseigenen Kleb- und Dichtstoff
verklebt und können anschließend direkt verfliest werden.
„Unsere leichten Trennwände balancieren Designfreiheit und
technische Sicherheit perfekt aus“, sagt Markus Wittlerbäumer, Leiter
Anwendungstechnik bei Wedi. „Wir garantieren Stabilität bis zu einer Breite von
1,80 m – und das ganz ohne zusätzliche Aussteifung oder Deckenbefestigung.“ Bei
breiteren Trennwänden ist eine zusätzliche Aussteifung nötig. „Wir setzen auf
geprüfte Kombinationen innerhalb unseres Abdichtungssystems“, ergänzt
Wittlerbäumer. „Das sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Planungsfreiheit,
gerade bei komplexen Bädern oder Sanierungen.“
Für noch mehr Komfort sind Lösungen mit integrierter
Technik verfügbar: Das Sanwell Wandelement enthält bereits eine fertige Nische
– ideal als Duschtrennwand. Zudem gibt es ein Duschwandmodul mit vormontierten
Kalt- und Warmwasserleitungen.



