Sportanlage mit Turnhalle des TSV München Ost

Digitales Wassermanagement beim TSV München-Ost

07/26
Duscharmatur LINUS D-C-T von Schell

Da bei der Unterputz-Dusche nur die Betätigungsplatte sichtbar ist, hält das Modell LINUS D-C-T den Belastungen durch starke Frequenz und wechselnde Nutzergruppen problemlos stand.

    Mit rund 3.700 Mitgliedern zählt der TSV München-Ost e.V. zu den größten Sportvereinen der bayerischen Landeshauptstadt. Wachsende Mitgliederzahlen und eine erhöhte Nutzung der Anlage stellten den Traditionsverein zunehmend vor technische und organisatorische Herausforderungen. Bei der umfassenden Sanierung und dem Neubau einer Dreifeldsporthalle wurde gezielt in eine zukunftssichere Trinkwasserinstallation investiert. Ziel war es, den hygienisch einwandfreien Betrieb der Trinkwasserinstallation auch bei wechselnder Auslastung zuverlässig zu gewährleisten. Unterstützt wird dies durch elektronische Armaturen und das digitale Wassermanagement-System SWS von Schell. So sollten etwa Risiken wie einer gesundheitsgefährdenden Legionellenkonzentration wirksam vorgebeugt werden.

    Im Münchner Stadtteil Haidhausen beheimatet, umfasst das Sportangebot des TSV München-Ost heute 16 Sportarten. Es reicht von klassischen Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball, Basketball, Tischtennis oder Volleyball über verschiedene Kampfsportarten bis hin zu Turn- und Leichtathletik – angeboten für Kinder und Erwachsene. Ergänzt wird das Portfolio durch ein vereinseigenes Fitnessstudio. Um den vielfältigen Anforderungen langfristig gerecht zu werden, setzte der TSV München-Ost ein umfassendes Sanierungsprojekt um, das die bestehenden Sportanlagen sowie den Neubau einer Dreifachsporthalle umfasste.

    Mehr Kapazität, neue Anforderungen

    In den Duschbereichen kamen insgesamt 28 Unterputz-Duschen Linus D-C-T von Schell zum Einsatz, die mit SWS vernetzt wurden. Die CVD-Touch-Elektronik sorgt für eine verbesserte Nutzerhygiene sowie Wasserersparnis, da der Wasserfluss nach voreingestellter Zeit automatisch schließt.

    Die bauliche Erweiterung ging dabei bewusst über reine Kapazitätsfragen hinaus. V or dem Hintergrund stark schwankender Nutzungsprofile sollte die Sportanlage technisch und hygienisch zukunftssicher aufgestellt werden. Gerade in Sportstätten mit wechselnder Auslastung rückt die Trinkwasserhygiene verstärkt in den Fokus: Längere Stagnationszeiten, wie sie z. B. in Ferien vorkommen, erhöhen das Risiko einer starken Legionellenvermehrung und sind mit einer besonderen Betreiberverantwortung verbunden.

     

    Vor diesem Hintergrund wurde im Zuge der Sanierung die Trinkwasserinstallation gezielt neu gedacht. Drei zentrale Anforderungen standen dabei im Mittelpunkt: Die eingesetzten Armaturen sollten die Nutzerhygiene unterstützen und das Risiko von Schmierinfektionen reduzieren, einen ressourcenschonenden Betrieb ermöglichen und zugleich den Erhalt der Trinkwassergüte fördern. Auch in Zeiten geringerer Nutzung. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entschieden sich die Verantwortlichen für elektronische Armaturen von Schell, die in das digitale Wassermanagement-System SWS eingebunden sind. So lassen sich hygienerelevante Betriebsabläufe gezielt steuern und der bestimmungsgemäße Betrieb der Trinkwasserinstallation zuverlässig unterstützen. Die digitale Steuerung ist laut Hersteller wirtschaftlicher, wassersparender und mit weniger Personal- und Zeitaufwand als manuelles Spülen.

    Digitales Wassermanagement-System: sicher gespült und dokumentiert

    Mitarbeiter stellt das digitale Wassermanagement-System SWS von Schell ein

    Im Zuge der Sanierung der Sportanlagen wurde die Trinkwasserinstallation mit elektronischen Armaturen und dem digitalen Wassermanagement-System SWS von Schell ausgestattet.

    Mit SWS wurde bei der Sanierung der Sportanlagen des TSV München-Ost ein Wassermanagement-System installiert, das eine gezielte und automatisierte Spülung der gesamten Trinkwasserinstallation ermöglicht. Insgesamt wurden dazu 15 elektronische Waschtisch-Armaturen und 28 Unterputz-Duschen via SWS-Server zu Spülgruppen vernetzt, die zeitgleich angesteuert werden können. Die Stagnationsspülungen erfolgen auf Basis definierter Parameter wie Zeit oder Temperatur. So wird sichergestellt, dass auch in nutzungsarmen Phasen regelmäßig durchgespült wird. „Durch die Gleichzeitigkeit der Spülungen können hohe Volumenströme und Turbulenzen im Wasser erreicht werden, die für einen Wassertausch auch in den Randzonen des Rohres sorgen, potenzielle Ablagerungen in den Rohrleitungen verhindern und mikrobiologische Probleme erst gar nicht entstehen lassen“, beschreibt Christian Lerch, Vertriebsbeauftragter bei Schell, die Vorteile.

     

    Die strukturierte Dokumentation aller Maßnahmen bietet Betreibern zudem eine belastbare Grundlage für interne Kontrollen sowie für Nachweise gegenüber Behörden im Rahmen von Hygieneprüfungen oder Gefährdungsanalysen. „Da alle Daten, einschließlich der Stagnationsspülungen und berechneten Wasserverbräuche, mit SWS vollständig digital erfasst werden, kann der Betreiber im Fall einer Überprüfung lückenlos nachweisen, dass alle Maßnahmen zum Erhalt der Trinkwassergüte sach- und fachgerecht umgesetzt wurden“, bestätigt Christian Lerch.

    Elektronische Armaturen in Dusch- und WC-Bereichen

    Waschtisch-Armatur Celis E von Schell

    Das kontaktlose Auslösen der elektronischen Waschtisch-Armatur Celis E verbessert die Nutzerhygiene, da die Schmierinfektionsgefahr reduziert wird.

    Gerade in Sporthallen spielt der Auslösemechanismus der Armaturen eine große Rolle: Häufig wechselnde Nutzergruppen und verschmutzte Kontaktflächen können das Risiko von Schmierinfektionen erhöhen. Daher wurde in den Sanitärbereichen der Sportanlage die elektronischen Waschtisch-Armaturen Celis E verbaut. Der Wasserfluss lässt berührungslos via Infrarot-Sensor auslösen und stoppt automatisch, sobald sich die Hände außerhalb des Erfassungsbereichs befinden. Die Armaturen müssen also nicht angefasst werden. Zudem sorgt der automatische Wasserstopp für einen wassersparenden Betrieb beim Händewaschen, da nur so viel Wasser fließt, wie benötigt wird.

     

    In den Duschräumen des TSV München-Ost wurden 28 Unterputz-Duschen Linus D-C-T verbaut und ebenfalls mit SWS vernetzt. Hier sorgt die CVD-Touch-Elektronik für eine verbesserte Nutzerhygiene sowie Wasserersparnis, da der Wasserfluss nach voreingestellter Zeit automatisch schließt. Da nur die Betätigungsplatte sichtbar ist, halten die Dusch-Armaturen den Belastungen durch wechselnde Sportgruppen stand. Dank integrierter ThermoProtect-Technologie sind die Vereinsmitglieder auch bei Ausfall der Kaltwasserleitung oder bei Druckschwankungen im System vor Verbrühungen geschützt – auch das Risiko sekundärer Verletzungen z. B. durch Stürze in Folge einer Fluchtreaktion, wird vermindert.

    Fazit

    Mit der Sanierung der Sportanlagen und dem Neubau der Dreifachsporthalle hat der TSV München-Ost nicht nur zusätzliche Kapazitäten geschaffen, sondern die Trinkwasserinstallation gezielt auf die Anforderungen eines modernen, stark frequentierten Sportbetriebs ausgerichtet. Die Kombination aus elektronischen SCHELL Armaturen und dem digitalen Wassermanagement-System SWS von Schell ermöglicht es, den bestimmungsgemäßen Betrieb auch bei wechselnder Auslastung sicherzustellen und hygienerelevante Prozesse zu steuern. Gleichzeitig profitieren die Betreiber von einer deutlichen Entlastung im laufenden Betrieb sowie von einer transparenten Dokumentation zur Erfüllung ihrer Betreiberpflichten. Das Projekt zeigt, wie sich Trinkwasserhygiene, Ressourceneffizienz und Betriebssicherheit im Rahmen einer Sanierung miteinander verbinden lassen.