Digitales Wassermanagement beim TSV München-Ost

Da bei der Unterputz-Dusche nur die
Betätigungsplatte sichtbar ist, hält das Modell LINUS D-C-T den Belastungen durch starke Frequenz und wechselnde
Nutzergruppen problemlos stand.
Alle Fotos: Schell
Mit rund
3.700 Mitgliedern zählt der TSV München-Ost e.V. zu den größten Sportvereinen
der bayerischen Landeshauptstadt. Wachsende Mitgliederzahlen und eine erhöhte
Nutzung der Anlage stellten den Traditionsverein zunehmend vor technische und
organisatorische Herausforderungen.
Bei der umfassenden Sanierung und dem Neubau einer Dreifeldsporthalle wurde gezielt
in eine zukunftssichere Trinkwasserinstallation investiert. Ziel war es, den
hygienisch einwandfreien Betrieb der Trinkwasserinstallation auch bei
wechselnder Auslastung zuverlässig zu gewährleisten. Unterstützt wird dies
durch elektronische Armaturen und das digitale Wassermanagement-System SWS von
Schell. So sollten etwa Risiken wie einer gesundheitsgefährdenden
Legionellenkonzentration wirksam vorgebeugt werden.
Im Münchner
Stadtteil Haidhausen beheimatet, umfasst das Sportangebot des TSV München-Ost heute
16 Sportarten. Es reicht von klassischen Mannschaftssportarten wie Fußball,
Handball, Basketball, Tischtennis oder Volleyball über verschiedene
Kampfsportarten bis hin zu Turn- und Leichtathletik – angeboten für Kinder und
Erwachsene. Ergänzt wird das Portfolio durch ein vereinseigenes Fitnessstudio. Um
den vielfältigen Anforderungen langfristig gerecht zu werden, setzte der TSV
München-Ost ein umfassendes Sanierungsprojekt um, das die bestehenden
Sportanlagen sowie den Neubau einer Dreifachsporthalle umfasste.
Mehr Kapazität, neue Anforderungen

In den Duschbereichen kamen insgesamt
28 Unterputz-Duschen Linus D-C-T von Schell zum Einsatz, die mit SWS vernetzt
wurden. Die CVD-Touch-Elektronik sorgt für eine verbesserte Nutzerhygiene sowie
Wasserersparnis, da der Wasserfluss nach voreingestellter Zeit automatisch
schließt.
Die bauliche
Erweiterung ging dabei bewusst über reine Kapazitätsfragen hinaus. V or dem
Hintergrund stark schwankender Nutzungsprofile sollte die Sportanlage technisch
und hygienisch zukunftssicher aufgestellt werden. Gerade in Sportstätten mit
wechselnder Auslastung rückt die Trinkwasserhygiene verstärkt in den Fokus:
Längere Stagnationszeiten, wie sie z. B. in Ferien vorkommen, erhöhen das
Risiko einer starken Legionellenvermehrung und sind mit einer besonderen
Betreiberverantwortung verbunden.
Vor diesem
Hintergrund wurde im Zuge der Sanierung die Trinkwasserinstallation gezielt neu
gedacht. Drei zentrale Anforderungen standen dabei im Mittelpunkt: Die
eingesetzten Armaturen sollten die Nutzerhygiene unterstützen und das Risiko
von Schmierinfektionen reduzieren, einen ressourcenschonenden Betrieb
ermöglichen und zugleich den Erhalt der Trinkwassergüte fördern. Auch in Zeiten
geringerer Nutzung. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entschieden sich
die Verantwortlichen für elektronische Armaturen von Schell, die in das
digitale Wassermanagement-System SWS eingebunden sind. So lassen sich hygienerelevante
Betriebsabläufe gezielt steuern und der bestimmungsgemäße Betrieb der
Trinkwasserinstallation zuverlässig unterstützen. Die digitale Steuerung ist
laut Hersteller wirtschaftlicher, wassersparender und mit weniger Personal- und
Zeitaufwand als manuelles Spülen.
Digitales Wassermanagement-System: sicher gespült und dokumentiert

Im Zuge der Sanierung der Sportanlagen wurde die Trinkwasserinstallation mit elektronischen Armaturen und dem digitalen Wassermanagement-System SWS von Schell ausgestattet.
Mit SWS wurde
bei der Sanierung der Sportanlagen des TSV München-Ost ein
Wassermanagement-System installiert, das eine gezielte und automatisierte
Spülung der gesamten Trinkwasserinstallation ermöglicht. Insgesamt wurden dazu
15 elektronische Waschtisch-Armaturen und 28 Unterputz-Duschen via SWS-Server
zu Spülgruppen vernetzt, die zeitgleich angesteuert werden können. Die
Stagnationsspülungen erfolgen auf Basis definierter Parameter wie Zeit oder
Temperatur. So wird sichergestellt, dass auch in nutzungsarmen Phasen
regelmäßig durchgespült wird. „Durch die Gleichzeitigkeit der Spülungen können
hohe Volumenströme und Turbulenzen im Wasser erreicht werden, die für einen
Wassertausch auch in den Randzonen des Rohres sorgen, potenzielle Ablagerungen
in den Rohrleitungen verhindern und mikrobiologische Probleme erst gar nicht
entstehen lassen“, beschreibt Christian Lerch, Vertriebsbeauftragter bei Schell,
die Vorteile.
Die strukturierte Dokumentation
aller Maßnahmen bietet Betreibern zudem eine belastbare Grundlage für interne
Kontrollen sowie für Nachweise gegenüber Behörden im Rahmen von
Hygieneprüfungen oder Gefährdungsanalysen. „Da alle Daten, einschließlich der
Stagnationsspülungen und berechneten Wasserverbräuche, mit SWS vollständig
digital erfasst werden, kann der Betreiber im Fall einer Überprüfung lückenlos
nachweisen, dass alle Maßnahmen zum Erhalt der Trinkwassergüte sach- und
fachgerecht umgesetzt wurden“, bestätigt Christian Lerch.
Elektronische Armaturen in Dusch- und WC-Bereichen

Das kontaktlose Auslösen der elektronischen Waschtisch-Armatur Celis E verbessert die Nutzerhygiene, da die Schmierinfektionsgefahr reduziert wird.
Gerade in
Sporthallen spielt der Auslösemechanismus der Armaturen eine große Rolle:
Häufig wechselnde Nutzergruppen und verschmutzte Kontaktflächen können das
Risiko von Schmierinfektionen erhöhen. Daher wurde in den Sanitärbereichen der
Sportanlage die elektronischen Waschtisch-Armaturen Celis E verbaut. Der
Wasserfluss lässt berührungslos via Infrarot-Sensor auslösen und stoppt
automatisch, sobald sich die Hände außerhalb des Erfassungsbereichs befinden. Die
Armaturen müssen also nicht angefasst werden. Zudem sorgt der automatische
Wasserstopp für einen wassersparenden Betrieb beim Händewaschen, da nur so viel
Wasser fließt, wie benötigt wird.
In den
Duschräumen des TSV München-Ost wurden 28 Unterputz-Duschen Linus D-C-T verbaut
und ebenfalls mit SWS vernetzt. Hier sorgt die CVD-Touch-Elektronik für eine
verbesserte Nutzerhygiene sowie Wasserersparnis, da der Wasserfluss nach
voreingestellter Zeit automatisch schließt. Da nur die Betätigungsplatte
sichtbar ist, halten die Dusch-Armaturen den Belastungen durch wechselnde
Sportgruppen stand. Dank integrierter ThermoProtect-Technologie sind die
Vereinsmitglieder auch bei Ausfall der Kaltwasserleitung oder bei
Druckschwankungen im System vor Verbrühungen geschützt – auch das Risiko
sekundärer Verletzungen z. B. durch Stürze in Folge einer Fluchtreaktion, wird vermindert.
Fazit
Mit der
Sanierung der Sportanlagen und dem Neubau der Dreifachsporthalle hat der TSV
München-Ost nicht nur zusätzliche Kapazitäten geschaffen, sondern die
Trinkwasserinstallation gezielt auf die Anforderungen eines modernen, stark
frequentierten Sportbetriebs ausgerichtet. Die Kombination aus elektronischen
SCHELL Armaturen und dem digitalen Wassermanagement-System SWS von Schell
ermöglicht es, den bestimmungsgemäßen Betrieb auch bei wechselnder Auslastung
sicherzustellen und hygienerelevante Prozesse zu steuern. Gleichzeitig
profitieren die Betreiber von einer deutlichen Entlastung im laufenden Betrieb
sowie von einer transparenten Dokumentation zur Erfüllung ihrer
Betreiberpflichten. Das Projekt zeigt, wie sich Trinkwasserhygiene,
Ressourceneffizienz und Betriebssicherheit im Rahmen einer Sanierung miteinander
verbinden lassen.
