Making of: Pop up my Bathroom von Frank A. Reinhardt auf Vimeo

Making ofMy favorite place

Die Fotoserien zeigen Bäder an ungewöhnlichen Orten: in einer alten Fabrik, in einem Gewächshaus, in einem Schloss. Sie stehen stellvertretend für unterschiedliche Umgebungen – für ein urbanes Umfeld, ein Leben inmitten der Natur und für ein luxuriös-gediegenes Ambiente. Die Inszenierungen sollen das Bad aus seinem konventionellen Kontext entrücken, um sein gestalterisches Potenzial aufzuzeigen. Dabei wird das jeweilige Trendkonzept in einen emotionalen Bezug zum Nutzer gestellt, dessen Fantasien hier – unter der Betonung auf my Bathroom – verwirklicht wurden. 

Als die Kerzen in der Fabrikhalle angingen und die Fenster blau wurden, wollte keiner mehr gehen. Auch dem Zauber der halb vergessenen, mit kleinen Schätzen angefüllten Gewächshausreihen konnte sich das Team nicht entziehen. Und das Schloss am Rand der Eifel präsentierte sich uns als verwunschener, von einem Schneevorhang eingehüllter Ort. 

 

Jede der drei Locations war eine Herausforderung – an die Logistik (vielen Dank nochmals an die Elmer Logistik GmbH, ohne deren tatkräftige und mitdenkende Unterstützung das Projekt wohl gescheitert wäre), für die Messebauer der Sanitärunternehmen, die uns in der Fabrik und im Schloss gerettet haben, die Bühnenbauer und Helfer, die permanent improvisieren durften, die Models, die am meisten gefroren haben, die „Denker“ im Hintergrund, die Laufbänder schleppen und sich mit künstlerischen Freiheiten herumschlagen mussten, die Stylistin, die um jedes ihrer mitgebrachten oder entliehenen Babys zitterte (und die im Gewächshaus zwar keinen Seifenkäfer verlor, dafür aber ein Vasenopfer zu beklagen hatte) und für den Fotografen, der es schwer hatte, es allen recht zu machen und dabei die Zeit zu schlagen („Jetzt stimmt das Licht“). Dafür hatte er immerhin das letzte Wort. Nur der Gärtnerei-eigene Kakadu hatte nichts, worüber es sich zu schimpfen gelohnt hätte. Höchstens, dass es nicht genügend Leckereien gab, um Vogel, Freischaffende und zeitweilig am Set anzutreffende Kinder vollständig zufrieden zu stellen. Aber das gelingt ja sowieso niemals.