Duravit: Mit Keramikglasur gegen Keime im Sanitärbereich

09/16

Keime sind im täglichen Leben allgegenwärtig. In besonders sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen ist Hygiene ein Dauerthema. Doch auch in öffentlichen und halböffentlichen Bauwerken, wie etwa am Arbeitsplatz, in Sportstätten oder am Flughafen, gelten für sanitäre Anlagen hohe Hygieneanforderungen, weshalb sie auch ein essentieller Bestandteil der Gebäudekonzepte sind. Doch nicht nur im öffentlichen Bereich, auch im Privaten ist Hygiene ein viel diskutiertes Thema. Die konsequente Anwendung von Desinfektion und Hygienemaßnahmen hilft, Mikroorganismen abzutöten oder zu inaktivieren. Moderne Konzepte verbinden die gezielte Anwendung entkeimender Substanzen mit präventiven Maßnahmen, zu denen auch Oberflächenbeschichtungen zählen. Seit Jahren forschen Sanitärhersteller in ihren Laboren an Lösungen um ihre Produkte mit einer antibakteriellen Eigenschaft zu versehen. 

Dabei sollen Sanitär- oder Fliesenoberflächen mit funktionellen Oberflächenbehandlungen und -beschichtungen so beeinflusst werden, dass sich ihre Eigenschaften gezielt verändern. Ziel ist es, krankheitserregende Mikroorganismen abzutöten und so eine möglichst keimfreie Oberfläche zu gewährleisten. Mit Hilfe des oligodynamischen Effekts positiv geladener Metallionen (Details siehe Infokasten) soll die Zellteilung von Keimen gestoppt und die Entstehung von Kolonien reduziert werden. Ein Verfahren, das gegenüber Mikroorganismen hoch wirksam, für den menschlichen Organismus allerdings unbedenklich ist. „Weil Silber antimikrobielle Eigenschaften hat, haben wir bei Duravit anfangs auch mit dem Einsatz von Silber-Ionen auf Keramikoberflächen geforscht“, erklärt Sebastian Sander, Entwicklungsingenieur beim Designbadhersteller Duravit AG in Hornberg im Schwarzwald. „Die Ergebnisse haben uns jedoch nicht überzeugt, deshalb haben wir uns gegen den Einsatz von Silber-Ionen und für die Erforschung wirksamerer Alternativen in diesem Bereich entschieden“, berichtet Sander weiter. 

 

Das Ergebnis dieser Forschung ist eine neue antibakterielle Glasur. Bei dieser Lösung handelt es sich nicht um eine oberflächliche Beschichtung, sondern um eine zeitlich unbegrenzt wirksame, antibakteriell wirkende Keramikglasur. Während des Brennvorgangs der Keramik wird eine Zinn-Zink Mischung in die Glasmatrix integriert. Eingebrannt im Innenraum bis an den Rand von Toilette und Urinal entfaltet HygieneGlaze seine Funktion dort, wo Keime besonders häufig auftreten können. Im Vergleich zu Keramik mit herkömmlicher Glasur werden Krankheitserreger unter Anwendung von HygieneGlaze innerhalb von 24 Stunden zu 99,9 Prozent entfernt. Eine entsprechende hygienisch-mikrobiologische Untersuchung des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn bestätigt wissenschaftlich die effiziente Wirkung der antibakteriellen Eigenschaften von HygieneGlaze: Auf Bakterien und Keime wirkt die Spezialglasur toxisch, in Folge dessen werden sie abgetötet. Durch die antibakterielle Glasur bleiben Toiletten und Urinale also dauerhaft hygienisch rein - ohne den Einsatz von aggressiven, umweltschädlichen Reinigern und Desinfektionsmitteln. 

 

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